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Rostkappenpapagei (Pionites leucogaster)
engl: White-bellied Caique

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)

Familie: Papageien (Psittacidae)

Gattung: Weißbauchpapageien (Pionites)

Fotos: Zur Vogelfotodatenbank

Züchter: Zur Züchterdatenbank

Forum: Zum Vogelforum


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Beschreibung :

Das Titelbild wurde während der großen Vogelschau in Bürstadt am 20. Oktober 2002 von Herr Thomas Wilhelm aufgenommen. Viele Grüße nach Biblis! Unter der Gattung der Vögel (Aves) repräsentieren 328 verschiedene noch lebende Exemplare die Familie der Papageien. Unter den so genannten echten Papageien ist die Gruppe der Stumpfschwanzpapageien mit 12 Gruppen und 66 Arten die zweit größte in der Familie der Papageien. Mit einer der kleinsten dieser Gruppen ist die der Weißbauchpapageien. Diese wird lediglich von zwei Vertretern repräsentiert. Den Grünzügelpapageien (Pionites melanocephala) und Rostkappenpapageien (Pionites leucogaster). Nach dem Buch "Namen der Papageien und Sittiche" von Hans Struden: Pionites der Gattung Pionus ähnlich(GR)-ites = ähnlich; pion (GEN pionos) = feist, rundlich, wohlbeleibt; ÜBERTRAGEN stattlich, prächtig bedeutet. Nach der freien Übersetzung aus dem lateinischen hingegen, bedeutet Pio_nitesco: pio = verehren, verrichten; nitesco = erglänzend. In der englischen Sprache lautet ihr Name white bellied -„caique“. Die Aussprache lautet in diesem Fall „Ka-iek“ [keiik]. Wobei bellied - aufgeblasen heißt. Ergo = Der aufgeblasene (sich aufspielt) Papagei mit der weißen Brust. Geschlechtsunterschiede sind anhand der Färbung nicht zu erkennen. Mögliche Ansätze zur Unterscheidung können Körpergröße, Muskelmasse, Kopfform und vor allem das Verhalten im direkten Vergleich liefern, wobei auch zwei männliche Tiere das Verhalten eines homogenen Paares wieder spiegeln können. Die Größe der Tiere wird im Allgemeinen mit ca. 23 cm angegeben. Die auffällige Zeichnung des Gefieders erinnert an Zitrusfrüchte. So ist der Oberkopf bis zum Nacken von einem zarten orange bis hin zum kräftig leuchtendem hellrot gefärbt. Diese kräftige Zeichnung beobachtete ich lediglich bei geschlechtsreifen Tieren, welche in Brutstimmung sind. Nacken, Ohren und Zügelseiten schimmern zu einem kräftigen gelborange. Rücken, Flügel, Bürzel und obere Schwanzfedern sind kräftig grün. Die großen Handschwingenfedern sind violett bis schwarz. Das Bauchgefieder ist weiß, bei Jungtieren ist das Brustgefieder mit gelben Federn versetzt. Ebenso ist bei Jungtieren das Kopfgefieder weniger farbintensiv. Die Schenkelfärbungen sind bei der Nominatform grün (Pionites Leucogaster leucogaster). Schnabel und Krallen sind Hornfarben. Füße rosa Iris bei geschlechtsreifen Tieren orange bis hellrot.

Unterarten :

Kennzeichnung der Unterarten wie bei der Nominatform. Die erste Unterart (Pionites leucogaster xanthomeria) ist mit kräftig zitronengelben Schenkeln befiedert. Die zweite Unterart, der gelbschwänzige Rostkappenpapagei (Pionites leucogaster xanthurus) soll lediglich außer seinem gelben Schwanz blassere Farben, an Kopf und an seinen Schenkeln, als die erste Unterart aufweisen. Die wohl deutlichsten Unterscheidungsmerkmale der Nominatform dem grünschenkligen Rostkappenpapagei (P. l. leucogaster) zu den beiden Unterarten sind die vorhandenen Schwarzpikmente. So sind bei der ersten Unterart (P.l.xanthomeria) die Füße und Krallen hellgrau-braun bis schwarz. Ebenso variieren die Pigmentierung der Haut und des Horns von fleischfarben, einzelnen Punkten bis hin zu gleichmäßig einheitlich dunkel gefärbten Stellen. Die Augenringe sehen gelegentlich aus, als wären sie geschminkt. Es wurde in dem Fachartikel der Amerikanischen Fachzeitschrift Birdtalk der Ausgabe August 2000 von einer nach Groß - Britannien importierten Mutation der Unterart Pionites leucogaster xanthomeria berichtet. Dieser Vogel soll auffällig viel gelb an den Flügeln besessen haben. Dieses Exemplar kam zu Beginn der siebziger Jahre zu einem Händler und fand leider nicht den Weg in die Zucht und verstarb 1991 als Käfigvogel. Im Jahr 2002 habe ich dem AZ-Obmann Herr Günther Feuchter eine Mutation der Unterart Pionites leucogaster xanthomeria gemeldet, welche erst mit Geschlechtsreife ihr Federkleid veränderte. Hierbei handelt es sich um ein weibliches Tier der Generation F3. Sie schlüpfte jedoch als erstes Junge aus einem Elternzuchtstock von 1988 im Jahr 1993. Beide Elterntiere haben eine sehr geringe schwarz Pigmentierung (das Weibchen im April 2005 verstorben) und all ihre Jungen hatten bisher keine einzigen schwarzen Federn an ihrem Kopf. Dieses Weibchen wurde mit weiß pigmentierten kleinen Zehen und Krallen beschrieben, diese sie bereits als Nestling besaß. Das Gefieder weicht von dem der Unterart wie folgt ab: Im Gegensatz zu der Unterart Pionites leucogaster xanthomeria sind die Armschwingenfedern und Handschwingenfedern an den Spitzen und auf der Oberseite zur Hälfte gelblich bis cremweiß. Die Unterseiten der Armschwingen, normal bei dieser Unterart als violett bis schwarz beschrieben sind bei diesem Exemplar zur Hälfte cremweiß. Ebenso ist die Decke der Schwanzfedern gelb und die Unterseite weiß versetzt. Im allgemeinen ähnelt der Vogel einem bei Mutationen beschriebenem Schecken. Dieses Weibchen ist leider in der Zucht sehr schwierig und lässt sich beim Brutgeschäft sehr leicht ablenken. Im Alter von sieben Jahren, in 2000 hatte sie das erste befruchtete Gelege, wobei die Jungen von dem Paar nicht gefüttert wurden. Im Folge Jahr war das Gelege unbefruchtet und 2002 kam leider nur ein Junges von dreien durch, dieses dann von den Elterntieren selbst aufgezogen wurde. Dieser Jungvogel ein männliches Tier und zeigt ebenso einen hohen Zimtanteil bis weiß in seinen Zehenspitzen und Kralle auf. Sein Gefieder ist bis jetzt (Mai. 2005) noch unauffällig. Das Zuchtjahr 2003 blieb leider erfolglos. Der Jungvogel aus 2002 ist mit einer Schwester von seiner Mutter angepaart. Diese F4 Generation stellt eine klassische Linienzucht (Linebreeding) dar. Leider ist eine Reproduktion dieser Art nur alle drei bis fünf Jahren bei günstigen Umständen zu erwarten. Ich habe mir unter anderem zur Lebensaufgabe gemacht, diese Gene der Nachwelt zu erhalten. Nachzuchten in 2004: hier kamen aus zwei Gelegen mit sieben Eiern, davon fünf befruchtet, drei junge männliche Tiere bei Ammeneltern (Grünzügelpapageien) durch. Zwei von ihnen haben helle Krallen und Zehen.

Verbreitung :

Rostkappenpapageien sind Papageien des südlichen Amazonasgebietes von Nordbrasilien, Bolivien, Ecuador und Peru. Es sind Waldbewohner, die im tropischen Regenwald in dichten und offenen Waldgebieten vorkommen. Vor allem südlich des Flusses vor der Flussmündung. Im Amazonasdelta überschneiden sich die Verbreitungsgebiete zwischen Rostkappen und Grünzügelpapageien.

Lebensweise in freier Natur :

Bevorzugter Aufenthaltsort sind die Randzonen von Flussläufen, sie fallen aber auch in Plantagen, Parkanlagen und Gärten ein. Außerhalb der Brutzeit streifen sie paarweise, oder auch als Familienverband in kleinen Schwärmen zumeist hoch in den Baumwipfeln umher. Sie führen ein nomadisches Leben und sind immer auf der Suche nach Gebieten mit einem ausreichenden Früchtevorkommen.

Haltung in Menschenobhut :

Weißbauchpapageien sind unkomplizierte Artgenossen. Sie können sowohl in einer Voliere als auch in einem geräumigen Käfig gehalten werden. Was aber unbedingt in ihrer Unterbringung vorhanden sein muss, das ist ein Nist-, bzw. Schlafkasten, diesen sie zur Nachtruhe und auch zum Schutz aufsuchen. Jener wird gegen Eindringlinge ausdrucksvoll verteidigt. Der Halter wird über ihre schrillen Pfiffe anfangs sehr verwundert sein. Jedoch finde ich, dass ihre Farbenpracht und das Verhalten all die lauten Pfiffe aufwiegen. Handaufzuchten hingegen sind eher leise Haustiere. Sie lassen selten Laute von sich die überhaubt an Weißbauchpapageien erinnern. All meine Weißbauchpapageien (18 Stück) sind paarweise in 1m X 1,8m X 2m untergebracht. Die Volieren befinden sich in einem Nebengebäude. Die große Gesellschaftsvoliere der Jungtiere beträgt 1m X 3m X 2,4m. Die meisten der Tiere sind so zahm, dass sie Futter aus der Hand annehmen. Zwei der Rostkappenpapageiweibchen (P.l.xanthomeria) sind sogar handzahm bis aufdringlich. Die sehr geschickten Kletterer zernagen alles das weicher als ihr Schnabel erscheint. Ihrem starken Nagetrieb, wirke ich mit frischen Obstbaumzweigen und Nadelholzbrettern entgegen. Als Sitzstangen werden Buchenäste in unterschiedlichen Stärken angeboten. Keine dieser Stangen wird sehr alt. Das Nagen habe ich als Brut Stimulans und Dominanzverhalten erkannt. Ebenso reiben sich die Tiere mit ihrem Schnabel, Hinterkopf und Rücken an Sitzstangen und den benagten Ästen und Brettern. Die sehr aktiven Spaßvögel machen selbst den Keas in Neuseeland Konkurrenz. So wir ohne ersichtlichen Grund meist im Geäst oder auf dem Boden der Volieren gespielt. Futter, Ästchen, Spielsteine, Holzkohle und auch Papageienspielzeug geben Anlass alles anzunagen, aufzunehmen, herumzutragen und vor dem Partner oder den Volierennachbarn zu verteidigen. Was auf jedenfall beachtet werden muss, Weisbauchpapageie sind sehr aggressiv. Artgenossen in ein Revier Miteinzubringen, bedeutet Krieg für das Alphatier und die Gruppe. Die Rangordnung wird mit jedem Eindringling in Frage gestellt. Fügt sich der neue Vogel dem Alpha Tier lässt er von diesem ab. Es wird aber dann die Jagd der Gruppe folgen, bis das neue Omega Tier feststeht. Vorsicht!!! Die Jagd kann auch tödlich enden! Diese Verhalten kenne ich von primitiven Hühnervögeln, aber es ähnelt meiner Beobachtungen nach eher hoch entwickelten Säugetieren, den der Wölfe, oder Gorillas. Meine Tiere waren am Anfang bis zur Geschlechtsreife (mit drei bis fünf Jahren) in einer Gesellschaftsvoliere, bis sich drei Paare herauskristallisierten. Das Alphamännchen attackierte einen nur vier Wochen später hinzugesetzten Hahn so sehr, dass mein Plan der feiwilligen Paarfindung nicht ganz aufging. Ein sonst sehr vorlauter junger Gelbwangenamazonenhahn suchte immer das Weite als der Weißbauchtrupp ihm zu nahe kam. Sie kreisten ihn ein und machten ihm klar wer bei den Babys das sagen hat. Lustig finde ich das Nachahmungsverhalten der handzahmen Weibchen. Von Pfiffen, über Melodien und Worten wie Hallo Lauri Laura, Fritz komm her und Cowboy gute Nacht, Martin, Telefon, tschüß, ruhig, brav und liebes Mädchen finden sich in ihrer Sammlung wieder. Diese Laute und Worte, sind von den Amazonen und Graupapageien kopiert, welche den Weg in meine Obhut gefunden haben. Sie werden wild kombiniert und lassen kein Zweifel offen, dass Weißbauchpapageien ebenso Talent zum Nachahmen haben. Ein weitres Merkmal dieser Papagei ist das Baden. Dieses erfolgt ausgiebig mit voller Hingabe zu jeder Jahreszeit. Zerstäuber hingegen lösen bei manchen meiner Kinder eher eine Flucht in den Nist- und Schlafkasten aus, wobei wieder andere sich direkt in den Strahl setzen und sich durchweichen lassen.

Zucht in Menschenobhut :

Als Nist- und Schlafplatz wird mittlerweile ein aus Eichenbrettern hergestellter 25x25x50cm großer Kasten angeboten. Nistmaterial wird ungern akzeptiert. Feinkörniger Sand, hat sich bisweilen als dauerhafte Möglichkeit als Nistmaterial herausgestellt. Die Kästen werden meist mit ihren Schnäbeln poliert, ähnlich wie es australische Kakadus machen. Nach einer sechswöchigen Balz wurde bei meinen Tieren im Dezember / Januar und eine Folgebrut im Mai / Juni, ein meist aus 3-4 Eiern bestehendes Gelege verzeichnet. Dieses Gelege wird ab dem ersten Tag von dem Weibchen 23-25 Tage lang bebrütet. Die Jungen verlassen in der zehnten Woche das Nest. Anfangs sollten genügend Äste zum klettern vorhanden sein, da das Fliegen erst noch erlernt werden muss. Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Nachkommen ist bei Weißbauchpapageien meiner Auffassung nach sehr erschreckend. Auf ein Weibchen kommen pro Züchter bis zu fünf Männchen. Dies rechtfertigt auch die Preisdifferenz von bis zu 250,-€. Die Anschaffung zur Zeit im Dezember 2003 varriert zwischen dem Norden und Süden Deutschlands. So werden männliche junge gelbschenklige Rostkappenpapageien (P.l.xanthomeria) unter Züchtern zwischen 350,- und 450,-€ gehandelt. Weibliche hingegen, wenn man überhaupt ein einzelnes Tier bekommt, kosten zwischen 400,- bis 650,-€. Handzahme Tiere werden zwischen 600,- und 1000,-€ gehandelt. Die Preise der Nominatform, dem grünschenkligen Rostkappenpapagei variiren meinen neuen Informationen nach unter Züchtern, zwischen 1400,- und 1600,-€ pro Paar. Zu der zweiten Unterart dem gelbschwänzigen Rostkappenpapagei (P.l.xanthurus) liegen mir keinerlei Information vor. Sofern Sie weitere Informationen, oder Anregungen haben, oder auch Kritik äußern möchten, würde ich mich über eine Zuschrift sehr freuen.

Ernährung in Menschenobhut :

Weißbauchpapageien sind in meinen Augen Allesfresser. Körner, Früchte und Gemüse sind uneingeschränkt je nach Jahreszeit immer auf dem Futtertisch. Zumindest wird immer alles einmal probiert. Im Herbst werden zusätzlich Strauchbeeren und Nüsse verfüttert. Ihre Vorliebe gehört aber den Zitrusfrüchten. Pellets wurden nicht angenommen und wenn sie im Schnabel waren wurden sie im Wasser eingeweicht. Während der Zucht gibt es noch Handelsübliches Aufzuchtfutter, das lediglich für mich ein Ergänzungsangebot darstellt. Mit Liebe werden ebenso gerne gekeimte Körner, eingefrorener halbreifer Mais, Apfelrosen, sowie Weißdorn neben dem Körnerfutter, welches aus 60% Kardisaat, 20% Sonnenblumenkerne und Kleinsämereien besteht angeboten. Korvimin, von WDT, wird seit Jahren als Ergänzung von Vitamin - und Mineralstoffhaushalt den Tieren über das Trockenfutter verabreicht.

Literatur :

Wolfgang de Grahl, Ulmer Verlag; Franz Robiller, Papageien Band 3, Ulmer Verlag; Alexander Bühler, Weißbauchpapageien

Betreuer: Alexander Buehler - Homepage
Letzte Änderung dieser Seite: 22 Juli 2005 17:31 Uhr

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